Natur

Wer schon einmal mit dem Schiff angereist ist, wird diesen unvergleichlichen Geruch wiedererkennen, sobald man Sardinien erreicht. Auch wenn man gerade eine kleine Spitze der Insel sehen kann, kann man sie doch bereits Riechen. Betörender Duft von Macchia, die mit ätherischen Ölen versetzt ist, Thymian, wilden Kräutern, der Meeresduft mit Pinie, all das macht den unvergleichlichen Duft Sardiniens aus. Dieser Duft macht süchtig. Sardinien kann auch in der Hochsaison für jedermann ein Ort fernab von Massentourismus werden. Sobald man die asphaltierten Straßen verlässt, oder sich in Landesinnere wagt und die kleinen Hirtenpfade betritt, überkommt einen die absolute Ruhe. Man fühlt sich alleine und eins mit der Natur. Eine Natur mit so viel Schönheit, der jeder Tourist und auch jeder Sarde Respekt entgegenbringen sollte.

Delfine und Wale
Sardinien beheimatet mehrere Arten von Walen und Delfinen. Besonders im Norden sind sie zahlreicher anzutreffen, da dieses Gebiet Teil eines Schutzgebietes ist. In diesem Schutzgebiet haben die folgenden Meeressäuger ihren Lebensraum: Finnwale, Pottwale, Grindwale, Gemeine Delfine, Große Tümmler, Streifen- und Rundkopfdelfine sowie Cuvier-Schnabelwale. Wer die Tier in freier Natur beobachten möchte, kann das von Juni-Ende Oktober je nach Windstärke tun. Der Ausflug findet mit einem Meeresbiologen statt. Allerdings gibt es keine Sichtungs-Garantie.

Schafe und Co.
Viele Sarden leben auch heute noch von der Viehzucht. Da es mehr Schafe als Einwohner auf Sardinien gibt, findet man Sie auf der ganzen Insel verteilt. Ziegen und Schafe klettern den ganzen Tag in den Bergen herum, sie können die aromatischsten Kräuter fressen und werden dann am Morgen gemolken, woraus dann ein wunderbarer Käse entsteht. Mehr dazu in "Essen und Trinken". Deshalb trifft man viele Schäfer, die mit Ihren Tieren auch kurze Strecken über die Straßen marschieren. Aber Vorsicht, sollte ein Tier angefahren werden, muss es auch bezahlt werden.

Korkeichen
Sardinien ist einer der wichtigsten Korkproduzenten Europas. Oft sieht man "geschälte" Bäume an Straßenrand stehen. Die Korkeichen können im Abstand von 8-10 Jahren geschält werden, wobei die erste Schälung minderwertigeren Kork ergibt. Die feuerrote Rinde zeigt an wie lange die Schälung her ist. Eine "Schälung" kann nur im Juli/ August stattfinden. Dies wird gesetzlich vorgegeben. Durch sein Gewicht ist es einer der leichtesten Rohstoffe. Schöne Bodenbeläge, Korken und auch Wandisolierungen werden hieraus hergestellt.

Flamingos
Bis vor wenigen Jahren kamen die Flamingos nur zum Überwintern nach Sardinien. Heute verlassen sie die Insel nicht mehr. Sie brüten hier und ziehen ihre Jungen in vielen Lagunenseen der Insel auf. Diese wunderschönen Tiere sind allerdings sehr empfindlich. Sie reagieren auf einen veränderten Salzgehalt in den Seen so empfindlich, dass sie sogar ihre Jungenvergessen können. Anzutreffen waren sie vorwiegend in der Region um Cagliari, aber nun kann man sie aber auch schon hier bei uns im Osten der Insel bewundern. Im Frühjahr sogar direkt bei uns in Posada.

Steinformationen
Wind und Wetter hinterlassen die wunderschönsten Formen an vielen Felsen, die wir heute bewundern dürfen. Am Capo d'orso in Palau haben sie uns eines der Wahrzeichen Sardiniens hinterlassen, einen riesigen Felsen in Form eines Bären. Etwas weiter westlich, in Castelsardo befindet sich der sogenannte Elefantenfelsen, ein etwa 5m großer Fels, der durch die Verwitterung des Felsens die Form eines Elefanten angenommen hat. Weitere wunderschöne Formen gibt es entlang der Küste zu sehen. Man kann sie auf einer der zahlreichen Bootstouren bestaunen.